Kompostierung

Kompostierung ist die Zersetzung (auch Verrottung oder Rotte genannt) von organischen Abfällen zu wertvollem Humus mit Hilfe von Mikroorganismen und Kleinlebewesen unter Lufteinwirkung (aerober Vorgang).

Zur Kompostierung eignen sich Abfälle aus Garten und Küche wie :

Wie kompostiert man richtig?

  1. Ein Komposthaufen sollte vor praller Sonne und vor Wind geschützt werden und am besten im Halbschatten bis Schatten liegen, z.B. unter einem Holunder oder einer Haselnuß.

  2. Ein Komposthaufen muß nach unten hin offen sein und Erdkontakt haben wegen der Einwanderung von Kleinlebewesen wie Regenwürmer, Asseln etc.. Er darf daher nicht auf Steinen oder auf Beton stehen.

  3. Die unterste Schicht wird aus grobem Material, z.B. Baum- und Heckenschnitt, etwa 20 Zentimeter hoch aufgeschichtet. Erst dann folgen feinere Stoffe.

  4. Eine ausgewogene Mischung des Ausgangsmaterials im Komposthaufen ist wichtig. Ein Kohlenstoff/Stickstoff-Verhältnis von etwa 30:1 ist am besten als Nahrung für die Mikroorganismen geeignet. Daher sollten sich bei der Aufschichtung trockenes, kohlenstoffreiches Holzmaterial und feuchtes, stickstoffreiches Krautmaterial abwechseln.

  5. Wichtig ist ein geregelter Feuchtigkeitshaushalt. Der Komposthaufen darf weder austrocknen noch zu nass sein. Wenn er zu trocken wird, entwickelt sich zuviel Wärme, die nur anfangs bei Verdacht auf Unkrautsamen und Schädlinge angebracht sein könnte. Wird er zu feucht, bekommt der Kompost zu wenig Luft und dadurch besteht Fäulnisgefahr.

  6. Ein Komposthaufen muß gut belüftet werden, weil die Bodenorganismen Sauerstoff benötigen und um unerwünschte Fäulnis zu vermeiden. Daher darf das aufgeschichtete Material nicht zu stark zusammengepresst werden.

  7. Grasschnitt sollte vor der Kompostierung wegen der Fäulnisgefahr mindestens 3 Stunden anwelken und dann nur dünn eingestreut werden.

  8. Unkrautsamen werden in die Mitte des Komposthaufens gebracht, um sie durch die dort herrschenden Temperaturen von 60 bis 70 °C abzutöten.

  9. Essensreste und andere Abfälle, die Tiere anlocken könnten, müssen stets mit Erde abgedeckt werden.

  10. Der fertige Komposthaufen sollte abgedeckt werden, um den Feuchtigkeitshaushalt zu regulieren, die Wärmeentwicklung zu fördern und um Nährstoffverluste zu vermeiden. Dazu eignen sich feine Schichten aus Grasschnitt, Stroh, Laub oder Erde.

In der ersten Phase der Verrottung entsteht Schnellkompost, bei dem die Struktur der Ausgangsmaterialien noch erkennbar ist. Reifen, d.h. fertigen Kompost erkennt man an seiner lockeren, krümeligen Struktur und daran, dass keinerlei feste Bestandteile mehr vorhanden sind. Außerdem duftet er nach frischer Erde. Reifen Kompost erhält man in der Regel nach einem Jahr. Mit noch längerer Rottezeit nimmt die Qualität eher wieder ab.

Kompost ist sehr nährstoffreich. Daher kann man ihn nicht als Anzuchterde verwenden. Er wird jedoch gerne als Dünger oder Bodenverbesserungsmittel auf die oberste Bodenschicht aufgebracht. Wenn Kompost mit Erde und Sand gemischt wird, ergibt sich eine besonders gute Blumenerde.

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